Caritas: Konkrete Hilfe in Notlagen

Die letzten Monate waren für uns alle eine große Herausforderung. Doch es gibt Menschen, die es besonders trifft. Menschen, die nicht mehr wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.
Die Corona-Pandemie bedeutet für viele Menschen Jobverlust, Kurzarbeit, Homeschooling, finanzielle Belastung und unsichere Zukunftsaussichten. Armutsbetroffene Menschen, die schon vor Corona wenig hatten, haben nun noch weniger. Dabei geht es um das Notwendigste: Existenzsicherung, Lebensmittelhilfe, Energieversorgung, Wohnungssicherung.
Caritas/Jork Weismann
Symbolbild
Aufgrund der Corona-Krise benötigen nun aber auch Menschen Hilfe, die nie gedacht hätten, auf diese einmal angewiesen zu sein: Einzelunternehmer/innen, und Selbstständige, die bisher immer gut für sich und ihre Familien sorgen konnten, sind durch die Pandemie in Not geraten. Sie brauchen jetzt Hilfe, um über diese Zeit zu kommen und einen Neustart zu schaffen.
Die Caritas Sozialberatungsstellen
Das zeigt sich zum Beispiel auch an unseren Sozialberatungsstellen, in denen es zu vermehrten Anfragen kam. Insgesamt haben sich im Jahr 2020 mehr Menschen zum ersten Mal an die Caritas gewendet, in Niederösterreich gab es im vergangenen Jahr beispielsweise 70% mehr Erstkontakte als im Jahr 2019.
Die 53 Caritas Sozialberatungsstellen in ganz Österreich leisten rasch und unbürokratisch Hilfe. Mithilfe der Spenden aus der Aktion „Österreich hilft Österreich“ konnten Menschen in finanzieller Notsituation mittels Überbrückungshilfen rasch und unbürokratisch unterstützt werden.
Lebensmittelgutscheine und Überbrückungshilfen
Konkret wurde österreichweit den Menschen in Form von Lebensmittelgutscheinen, Zuschüssen zu Energie- und Heizkosten, Mietkosten und bei Bildungsausgaben im Homeschooling geholfen. Außerdem mit Beratungsleistungen, akuten Überbrückungshilfen, Unterstützung für gesundheitsbezogene Ausgaben und medizinische Ausgaben, oder auch beim Kauf von notwendigen Haushaltsgeräten oder Möbeln.
Caritas
Symbolbild
Corona-Nothilfe für Kinder
Kinder und Jugendliche waren in den letzten Monaten vor große Herausforderungen gestellt. Vor allem Kinder, die aus sozial benachteiligten Familien kommen. In ganz Österreich gibt es deshalb Caritas Aktionen, die diesen Kindern helfen.
Im September hieß es für unsere SchülerInnen zwar anders als sonst, aber doch: Ab in die Klassen. Um im Schuljahr 2020/2021 gut lernen zu können, braucht es jedoch mehr als eine Maske: Die nötigen Schulsachen, einen vollen Magen und ein stabiles Umfeld zuhause. Das ist nicht bei allen Kindern der Fall. Vor allen bei jenen aus sozial benachteiligten Familien. Durch die vielen Caritas-Aktionen für Kinder und Jugendliche konnten und können wir unsere Jüngsten auch während der Corona-Krise unterstützen. In Salzburg organisierten wir etwa noch im vergangenen Sommer ein inklusives Feriencamp. Rund 160 Kinder mit und ohne Behinderung wurden in der Umgebung Salzburg in Kleingruppen betreut. Das war nicht nur für die Kinder cool: Durch die anstrengende Corona-Zeit waren die Ferienangebote auch eine Entlastung für die Eltern. In Niederösterreich wurden zum Schulstart in Kindergärten und Schulen Brotdosen, Trinkflaschen und Schulsachen ausgegeben. Außerdem gibt es österreichweit für Kinder aus sozial benachteiligten Familien Lernunterstützung in insgesamt 54 Lerncafés. Dorthin können Kinder kommen, wenn sich Eltern keine Nachhilfestunden leisten können oder es zuhause keinen Platz gibt, um die Hausübung zu machen.